Bild von zwei Händen, Kind bemalt Mamas und seine Hand mit Herz

Der erste Abschied: So gelingt die Eingewöhnung in Krippe oder Kita

Written by: Lisa von Little Casimir

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Es gibt diesen Moment.

Du ziehst deinem Kind morgens die Schuhe an.

Vielleicht zum ersten Mal mit dem Gedanken: Heute bleibst du dort.

Und plötzlich fühlt sich alles gleichzeitig richtig und falsch an.

Du freust dich für dein Kind.

Du hast ein schlechtes Gewissen.

Du bist stolz.

Und dein Herz ist gleichzeitig unglaublich schwer.

Wenn dir das bekannt vorkommt: Du bist nicht allein.

Little Mythos:


"Wenn mein Kind weint, läuft die Eingewöhnung nicht gut."


Nicht unbedingt.

Tränen gehören für viele Kinder zur Eingewöhnung dazu. Sie zeigen zunächst einmal, dass dein Kind eine enge Bindung zu dir hat. Entscheidend ist nicht, ob Tränen fließen, sondern ob dein Kind Schritt für Schritt Vertrauen zu den neuen Bezugspersonen aufbauen kann.

Was euch während der Eingewöhnung erwartet

Jede Eingewöhnung ist so individuell wie das Kind selbst. Manche Kinder gehen neugierig auf Entdeckungstour, andere brauchen etwas mehr Zeit, um Vertrauen zu fassen. Beides ist völlig normal.


Viele Krippen und Kitas orientieren sich heute am Berliner oder Münchener Eingewöhnungsmodell. Beide verfolgen das gleiche Ziel: Deinem Kind Schritt für Schritt eine sichere Beziehung zu einer neuen Bezugsperson aufzubauen, in seinem eigenen Tempo.

Die ersten Tage: Ankommen statt Loslassen

Zu Beginn begleitet ihr euer Kind in die Einrichtung. Es lernt die neuen Räume, den Tagesablauf und die Erzieher:innen kennen. Mit dir als sicherem Anker an seiner Seite. Meist seid ihr erst einmal nur ein bis zwei Stunden dort, damit das Kind sich langsam an die vielen neuen Eindrücke gewöhnen kann.

Der erste Abschied

Irgendwann kommt der Moment des ersten kurzen Abschieds. Das ist oft ein emotionaler Schritt: für Kinder genauso wie für Eltern. Meist beginnt man mit einem kurzen Moment, z.B. dem Gang zur Toilette. Egal wie lang oder kurz ihr den Raum verlasst, gebt eurem Kind Bescheid und verabschiedet euch.

Vertrauen wächst mit der Zeit

Mit jedem Tag gewinnt dein Kind mehr Sicherheit. Die Trennungszeiten werden langsam länger, während die Beziehung zur neuen Bezugsperson Schritt für Schritt wächst.

Warum sich Eingewöhnung für Eltern oft genauso schwer anfühlt.

Während alle von der Eingewöhnung des Kindes sprechen, gerät oft in Vergessenheit: Auch für Eltern beginnt in dieser Zeit ein neuer Lebensabschnitt.

Zum ersten Mal gibst du dein Kind für längere Zeit in die Hände anderer Menschen. Du hoffst, dass es sich wohlfühlt, Vertrauen fasst und gut begleitet wird und fragst dich vielleicht gleichzeitig, ob ihr wirklich bereit seid.

Für viele Familien fühlt sich dieser Moment außerdem wie ein kleiner Abschied an. Der Abschied von der Babyzeit. Von einer Phase, in der ihr fast jeden Moment gemeinsam erlebt habt. Plötzlich wird dein Kind ein Stück selbstständiger und beginnt, seine Welt auch ohne dich zu entdecken.


Vielleicht freust du dich darauf, wieder arbeiten zu gehen. Vielleicht bist du traurig, weil diese intensive gemeinsame Zeit zu Ende geht. Vielleicht fühlst du sogar beides gleichzeitig.


Und genau das ist völlig normal.


Eingewöhnung bedeutet nicht nur, dass dein Kind Vertrauen zu einer neuen Bezugsperson aufbaut. Sie bedeutet auch, dass du lernst, Vertrauen zu schenken. Darauf zu vertrauen, dass dein Kind auch ohne dich sicher, geborgen und liebevoll begleitet sein kann.


Little Fact: 


Nicht nur Kinder durchlaufen eine Eingewöhnung. Auch Eltern müssen sich an einen neuen Alltag gewöhnen.



Was deinem Kind jetzt wirklich hilft

Eingewöhnung bedeutet ganz schön viel Neues auf einmal. Gerade deshalb können kleine, wiederkehrende Rituale deinem Kind Orientierung und Sicherheit geben. Sie machen den Abschied vielleicht nicht tränenfrei, aber vorhersehbarer.


✨ Gemeinsam den Rucksack packen.
Schon zu Hause kann ein kleines Ritual beginnen: Packt gemeinsam die Sachen für den Tag ein. So wird dein Kind aktiv in das eingebunden, was gleich passiert.


✨ Ein Herz, das bleibt.
Malt euch morgens gegenseitig ein kleines Herz auf die Hand. So trägt dein Kind ein sichtbares Zeichen eurer Verbindung bei sich und kann zwischendurch einen Blick darauf werfen, wenn es dich vermisst.


✨ Etwas Vertrautes mitnehmen.
Ein Kuscheltier, Schnuffeltuch oder ein anderer vertrauter Gegenstand kann den Übergang erleichtern. Ein kleines Stück Zuhause, das auch in der neuen Umgebung Sicherheit geben kann.


✨ Euer Lied für den Weg.
Immer dasselbe Lied auf dem Weg zur Kita? Klingt nach einer Kleinigkeit, kann aber zu einem vertrauten Anker im neuen Alltag werden.


✨ Ein klarer Abschied.
Nicht heimlich verschwinden, sondern bewusst verabschieden. Ein kurzer, verlässlicher Abschied gibt deinem Kind die Chance zu verstehen: Du gehst und du kommst wieder.

Großwerden geht nicht immer nur vorwärts

So viel Neues kann manchmal auch kleine Rückschritte mit sich bringen. Ein Pipi-Unfall, nasse Kleidung oder das nächste Wasserhahn-Abenteuer. Wechselkleidung gehört deshalb sowieso in den Kita-Rucksack. Und für alles, was nass oder schmutzig wieder mit nach Hause kommt, ist unsere Wetbag die schönere Alternative zur Plastiktüte. 🩷

Warum du sie lieben wirst

  • Wasserdicht & auslaufsicher
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  • Über Jahre nutzbar 

Eingewöhnung braucht Zeit und die sieht bei jedem Kind anders aus. Es wird vielleicht Tränen geben, kleine Rückschritte und Tage, an denen der Abschied wieder schwerer fällt. 

Und dann kommen immer mehr von den anderen: die Tage, an denen dein Kind selbstverständlich hineinläuft, dir noch einmal winkt und längst mitten im eigenen kleinen Kita-Alltag angekommen ist.


Bis dahin gilt: Vertrauen, begleiten und Zeit geben. Ihr findet euren Weg. 🩷

Lisa von Little Casimir