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Little Casimir Stories

Kleine Little Casimir-Stories zum Vorlesen

Kapitel 1: Darf ich vorstellen?

Darf ich vorstellen? Das ist Little Casimir. Little Casimir ist ein kleines Gespenst. 

„Little wer?“ fragt ihr. 

„Little Casimir“, sage ich. 

Little Casimir ist ein kleines Gespenst. 

„Ach so,“ sagt ihr. „Sag das doch gleich.“

„Naja, ich war ja noch nicht fertig.“

Little Casimir ist zwar ein Gespenst, aber ansonsten ist er genau so wie ihr. Er lebt mit seiner Mama Cassandra und seinem Papa Carlo in einer Wohnung in der Stadt. Dort geht er auch in den Geistergarten. Das ist wie euer Kindergarten, aber eben für kleine Gespenster. Dort macht er all die Sachen, die auch euch Spaß machen. Malen, toben, basteln, turnen, im Schlamm matschen. Was kleine Kinder und Gespenster halt so tun. Und dabei macht er sich oft so richtig dreckig. Er trägt natürlich keine Hosen und Pullover. Die würden ihm nicht passen. Er trägt kleine Geisterumhänge. Und die können ganz schön schmutzig werden. Da freut sich seine Mama Cassandra gar nicht, wenn sie schon wieder einen frischen Umhang aus dem Schrank holen darf, weil Little Casimir mal wieder geschlabbert hat. Aber damit ist jetzt Schluss, denn Little Casimir hat einen neuen Freund. Der heißt Boo.

„Boo?“ fragt ihr.

„Ja, Boo. Boo ist das neue Lätzchen von Little Casimir. Es ist kuschelig weich und leicht. Es passt über all seine Umhänge. Und wenn er Boo anzieht, bevor er spielen geht oder etwas isst, bleibt sein Umhang wunderschön sauber. Und alle sind glücklich.

Kapitel 2: Die Bahnfahrt

Heute ist Little Casimir nicht im Geistergarten. Heute sitzt er mit seiner Mama Cassandra in der Bahn. Sie sind auf dem Weg zu Tante Griselda. Tante Griselda ist die Schwester von Cassandra. Sie lebt allein und hat keine Gespensterkinder. Bei ihr liegt nie etwas herum, und alles ist blitzsauber. Griselda mag es so am liebsten. Deshalb hat Cassandra Little Casimir auch heute Morgen seinen schönsten Umhang angezogen.

„Mir ist langweilig“, sagt Little Casimir.

„Wollen wir „ich-sehe-was-was-du-nicht-siehst spielen?“ fragt seine Mama. 

„Au ja“, sagt Little Casimir. „Ich fange an. Ich sehe was, was Du nicht siehst, und das ist grün.“

„Ist es das Gras?“

„Nein.“

„Ist es ein Busch?“

„Auch nicht.“

„Ist es ein Baum?“ fragt Cassandra.

„Jaaaaaa. Jetzt du.“

Cassandra überlegt und sagt dann: „Ich sehe was, was du nicht siehst, und das ist blau.“

„Ist es das Auto dort drüben?“

„Nein.“

„Ist es der See?“

„Auch nicht.“

„Ist es der Himmel?“

„Richtig geraten, lieber Casimir. Jetzt bist Du wieder dran.“

Little Casimir schaut eine Weile aus dem Fenstern und sagt dann: „Ich sehe was, was du nicht siehst, und das ist orange.“

Cassandra schaut sehr lange umher und kann überhaupt nichts in orange entdecken. 

„Ich gebe auf,“ sagt sie schließlich. „Was ist es denn?“

„Es ist der Möhrensaft. Du hast heute Morgen eine Flasche Möhrensaft in die Tasche getan. Ich habe Durst. Deshalb ist es mir wieder eingefallen. Darf ich etwas Möhrensaft trinken?“

„Du schlauer Fuchs“, sagt Cassandra. „Aber ein bisschen gemogelt hast Du ja schon. Denn den Möhrensaft konntest Du gar nicht sehen. Deshalb bin ich auch noch einmal dran. Ich sehe was, was du nichts siehst, und das ist weiß.“

„Ist es eine Wolke?“ fragte Little Casimir.

„Nein.“

„Ist es das Schaf?“ 

„Nein.“

„Dann weiß ich es nicht.“

„Es ist Boo. Und ich habe auch gemogelt, denn er ist in meiner Tasche. Du musst ihn erst anziehen, und dann darfst Du den Möhrensaft trinken, damit dein schöner Umhang immer noch sauber bist, wenn wir bei Tante Griselda klingeln.“

Also zieht Little Casimir sein Lätzchen an und genießt den Möhrensaft. Und alle sind glücklich.

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